Wichtige Hilfsmittel, um Ihre Münzsammlung wertvoll zu erhalten.
1. Grundsätzliches zur MünzreinigungDen Erhaltungsgrad einer Münze kann man durch keine noch so intensive Reinigungsmethode verbessern. Der Grad der Beschädigung oder Abnutzung einer
Münze ist irreversibel, aber eine sachkundige Reinigung kann bei einem stark verschmutzten Stück zumindest eine reale Beurteilung der Oberfläche ermöglichen.
Eigentlich sollte man Münzen nicht reinigen. Sie dokumentieren Zeitgeschichte, und eine 50 oder 100 Jahre alte, gereinigte Münze wirkt unnatürlich.
Schützen Sie eine Münze aber immer vor schädlichen Umwelteinflüssen wie Staub, Dämpfen oder sonstigen schädlichen Stoffen. Bei einer stark verschmutzen
Münze empfehlen wir, die Reinigung schrittweise vorzunehmen.
Überreinigen Sie die Münze nicht, denn eine Münze mit „Katzenglanz“ ist nicht
mehr sammelwürdig. Besonders bei der Münzenreinigung gilt die Regel: „Weniger ist Mehr“!
Waschen Sie die Münze mit milder Seifenlauge und einer weichen Zahnbürste oder einem Pinsel. Dann spülen Sie sie gründlich mit klarem Wasser ab und tupfen mit einem Haushaltstuch das restliche Wasser ab. Mit Ausnahme von PP- und PL-Münzen verspricht eine solche Grundreinigung stets guten Erfolg.
Münzen chemisch zu reinigen, kann mehr schaden als nutzen. Chemische Reinigungsverfahren sollten Sie nur in Ausnahmefällen anwenden. Einige wichtige
Regeln gilt es beim Umgang mit chemischen Reinigungsmitteln auf jeden Fall zu beachten: Benutzen Sie nur die im
Münzhandel angebotenen
Münzreinigungsbäder. Silberputztücher und Silbergeschirr-Reinigungsmittel
schaden der Münze. Nehmen Sie für jedes Münzmetall
nur das dafür speziell angebotene Reinigungsbad.
Falls Sie sich nicht sicher sind, aus welchem Material Ihre Münze besteht, so schlagen Sie in entsprechenden Münzkatalogen nach oder fragen einen Fachmann.
Farbmünzen, Münzen mit Edelmetallapplikationen, Bimetallmünzen und Kupfer-Nickelmünzen dürfen niemals mit Reinigungsbädern behandelt werden! Reinigen Sie
die Münzen stets einzeln und benutzen Sie zum Eintauchen und Herausnehmen aus dem Reinigungsbad eine spezielle
Münzpinzette. Diese sollte entweder aus Kunststoff oder besser aus Metall mit
kunststoffummantelten Spitzen beschaffen sein. Die Reinigungszeit richtet sich nach dem Grad der Verschmutzung.
Je kürzer, desto besser! Auch hier empfiehlt sich ein Reinigungsgerät, das durch die Vibrationen den Reinigungsvorgang beschleunigt. Nach der Reinigung
in einem chemischen Bad sollten Sie die Münze stets gründlich unter fließendem Wasser abspülen und mit einem Haushaltstuch trocken tupfen.
Zink- und Eisenmünzen zeigen nach kurzer Zeit bereits einen unschönen Belag. Reinigen Sie diese vorsichtig mit Waschbenzin oder Aceton und reiben
Sie sie anschließend dünn mit Vaseline ein.
Bei antiken Kupfer- oder Bronzemünzen empfiehlt sich ein Bad in säurefreiem Olivenöl, auch wenn sich ein Erfolg meist erst nach einigen Tagen einstellt.
Gegen den schmierigen Belag, der sich oft auf Kupfermünzen bildet, wendet man am besten Aceton an. Abschließend trocknen und wässern Sie die Münze auch hier.
Hier erhalten Sie exklusive
Angebote mit Vorteilen nur im
Newsletter von Ralph Reppa.
Wir sind Mitglied im Berufsverband des Deutschen Münzen-fachhandels e.V.